Zum Handlungsfeld
Studiengangsentwicklung Chemie: Kohärente Verknüpfung von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Studierendenperpektive
Ziel des Projektes ist eine prototypische, ko-konstruktive Studiengangsentwicklung, die neben kohärent verknüpften fachlichen und fachdidaktischen Inhalten auch explizit die individuellen Perspektiven der Studierenden und deren Studienprofil Lehramt einbezieht. Dadurch sollen neue Zugänge zu den verschiedenen fachlichen Lerngegenständen im Chemiestudium geschaffen werden, die sich positiv auf das Interesse, die Motivation, die Selbstwirksamkeit, den sense of belonging und schließlich den Studienerfolg auswirken.
26.03.2025
Partner
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN)
Laufzeit
Februar 2025 bis April 2028
Das Studienfach Chemie weist, analog zu anderen naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen, hohe Abbruchquoten insbesondere in den ersten Semestern auf. Lehramtsstudierende beklagen in Umfragen u. a. eine fehlende Kohärenz der einzelnen Bestandteile ihres Studiums sowie eine für sie zu wenig sichtbare Orientierung der Studieninhalte an ihrem Studienprofil Lehramt.

Foto: Change- und Innovationsentwicklungsprozess für die nachhaltige Verankerung von Lehr-Lernmaterialien in Modulen und Studienangeboten für das Lehramt Chemie an der CAU nach dem design-based research Paradigma adaptiert nach Mundy et al. 2024.
Um diese Herausforderungen zu adressieren ist das Ziel dieser Maßnahme, die Weiterentwicklung des Studiengangs Lehramt Chemie im Sinne eines design-based research Prozesses (z. B. Mundy et al. 2024) unter Einbezug verschiedener Akteurinnen und Akteure (Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Studierende) und deren Perspektiven zu begleiten und tatsächlich wirksame Lehr-Lernmaterialien und Konzepte zur Förderung von Kohärenz und Berücksichtigung des Studienprofils nachhaltig im polyvalenten Bachelor zu implementieren (siehe Abbildung). Orientierungspunkte dafür bieten internationale Curriculumentwicklungsprozesse (z. B. Sevian & Talanquer, 2014).